Mein Lieblingsbuch

„Was kann Geschwister trennen? Nichts auf der Welt“

Ich möchte euch heute etwas zu meinem Lieblingsbuch erzählen. 38082671z
Es handelt sich um Traumsammler von Khaled Hosseini. Khaled Hosseini ist mein absoluter Lieblingsautor, ich habe auch seine anderen beiden Bücher „Drachenläufer“ und „Tausend strahlende Sonnen“ gelesen und finde sie einfach unnglaublich gut. Es ist auch eine schwierige Entscheidung, welches der drei Bücher ich nun am liebsten mochte, aber am Ende hat mich „Traumsammler“ glaube ich am meisten berührt, weil es einfach mit so viel Gefühl geschrieben ist und mich die Geschichte total bewegt hat.
Da es schon etwa 1,5 Jahre her ist, dass ich das Buch gelesen habe, kann und möchte ich nicht so tief in die Details gehen, ich möchte nur einen groben Überblick über die Geschichte geben, schließlich möchte ich euch auch dazu bewegen, das Buch zu lesen, und dafür ist es meiner Meinung nach besser, nicht so viele Details zu nennen.

Die Erzählung beginnt in den 1950er Jahren in einem kleinen afghanischen Dorf, in dem die vierjährige Pari mit ihrem elfjärigen Bruder Abdallah in einer sehr armen Familie aufwächst. Die Geschwister stehen sich extrem nahe, man kann die Liebe zueinander beim Lesen spüren und das finde ich so toll am Autor, dass er so viel Gefühl ausdrücken kann!
Da die Familie sich nicht über Wasser halten kann, beschließen die Eltern eines Tages Pari an eine reiche Familie in Kabul zu verkaufen. Pari wächst in ihrer neuen Familie auf, ohne dass sie sich später an die Geschehnisse erinnern kann. Sie weiß ihr halbes Leben lang nichts von der Existenz ihres Bruders, doch spürt sie immer, dass ihr etwas fehlt.
Anschließend wechselt der Ort und die Zeit der Erzählung ständig. Es laufen viele Geschichten parallel, in einer Zeitspanne von 60 Jahren, die Geschichten haben jedoch alle einen Zusammenhang und haben alle einen Bezug zum Ursprungsort Afghanistan. Jede Geschichte ist für sich interessant und schön, und der Zusammenhang aller Geschichten ist beeindruckend. Es ist einfach ein so komplexes Geschehen, man bekommt einen Einblick in das Leben so vieler Menschen auf der ganzen Welt -es spielt zwischendurch in Frankreich, in den USA, in Griechenland,…- und trotzdem gehört alles zusammen, ausgelöst durch die Trennung der Geschwister Pari und Abdallah. Und am Ende führt alles wieder auf sie zurück, jedoch meiner Meinung nach anders, als man erwartet hätte…

Ich kann nur empfehlen, das Buch zu lesen, und auch die anderen beiden Bücher Khaled Hosseinis! Ich habe selten ein Buch gelesen, das so gefühlvoll geschrieben ist, dass man garnicht mehr weiß ob man glücklich oder traurig über das Ende ist. Zumindest ging es mir so.

Falls ihr Lust bekommen habt, das Buch zu lesen, hier weitere Informationen:
Verlag: S.Fischer
Erschienen 2013
448 Seiten
Originaltitel: And the Mountains Echoed

Quelle der Bilder: fischerverlage.de

xxx Pia

Heimweh

Ich denke, ein sehr wichtiges Thema bei einem längeren Auslandsaufenthalt ist das Heimweh.
Ich persönlich hatte hier in Frankreich das erste Mal in meinem Leben mit Heimweh zu kämpfen. Kurze Reisen ohne meine Eltern haben mir als Kind eigentlich nie viel ausgemacht, während bei anderen Kindern Klassenfahrten oder Schüleraustausche oft schon ein Problem waren.
Dennoch wusste ich vor meiner Abreise hierhin, dass ich wahrscheinlich viel mit Heimweh zu kämpfen haben würde. Schon einige Wochen vorher habe ich Angst bekommen. Was würde mich erwarten? Wird alles so, wie ich es mir vorgestellt habe? Was, wenn ich die ganze Zeit nur Heimweh habe?
Was mir geholfen hat, war denke ich auch der Gedanke, dass ich nicht aus der Welt bin und dass meine Eltern nicht tausende Kilometer weit weg sind und vor allem, dass sie mir immer wieder versichert haben, dass sie mich abholen kommen, wenn es garnicht mehr anders geht. Dieses Glück hat nur natürlich leider nicht jeder, der einen Auslandsaufenthalt vor sich hat.
Meine erste Heimwehphase hatte ich ehrlichgesagt direkt nach meiner Ankunft, aber ich glaube das ist normal. Die ersten Tage ist alles neu und man wünscht sich einfach nur zurück in die gewohnte Umgebung. Ich hatte jedoch auch am Anfang das Gefühl, dass die beiden Jungs mich überhaupt nicht mögen und dass ich nicht mit ihnen klarkommen werde (in Wirklichkeit mussten sie sich wahrscheinlich auch nur an mich gewöhnen) und alles war so anders und ich war einfach total unzufrieden mit der Gesamtsituation. Ich habe auch nicht wirklich mit jemandem darüber geredet, ich glaube, weil ich es selbst nicht wahrhaben wollte, weil ich dachte, dass es so bleiben würde.
Jedes Haus hat ja einen eigenen Geruch, so auch das Haus meiner Gastfamilie und jedes Mal, als ich von draußen in das Haus reinkam (ich weiß, das klingt total absurd und übertrieben), wurde mir richtig schlecht, als mir der Geruch entgegenströmte, einfach weil ich nicht in diesem Haus sein wollte. Im Nachhinein ist mir klar, dass das kein bisschen an der Familie lag, sondern einfach nur daran, dass ich furchtbares Heimweh hatte. Also –  Heimweh in den ersten paar Wochen ist total normal! Alles ist neu, anders, ungewohnt, man weiß, dass man seine Familie und seine Freunde für eine lange Zeit nicht sehen wird. Daran muss man sich eben erstmal gewöhnen.

Danach hatte ich bis jetzt, abgesehen von ein paar kurzen „ich wäre gerade gerne zuhause“-Phasen, glaube ich nur zwei oder drei richtig krasse Heimwehphasen. Die letzte habe ich gerade erst ein paar Tage hinter mir. Ich kann garnicht beschreiben, was dann in diesen Momenten in mir vorgeht. Es kommt ganz viel zusammen, Unzufriedenheit mit ein paar Kleinigkeiten, Ideenlosigkeit, was man in den nächsten Tagen mit den Kindern macht, Stress, usw. Einmal bekam ich Heimweh, nachdem meine Schwester mir erzählt hatte, was sie tagsüber mit meinen Eltern unternommen hatte. Dann bekommt man natürlich Lust auch dabeizusein, bzw. es tut weh, dass man eben nicht dabei sein konnte. Hinzu kam ein bisschen Stress mit den Kindern und an schlechten Tagen führt das schon zu einer riesigen Krise. Aber was ganz wichtig ist: Wenn man sich insgesamt wohlfühlt, und weiß, dass man noch wenige Tage vorher total zufrieden war, dann kann jede dieser Krisen überwunden werden! Ich habe gelesen, dass man bei Heimweh am besten nicht sofort mit seiner Familie skypen soll, weil das das Heimweh meistens nur verschlimmern würde. Ich denke, das muss jeder für sich selbst herausfinden, aber für mich trifft das auf keinen Fall zu. Ab meiner zweiten Heimwehphase habe ich dann einfach immer mit meiner Familie oder einer Freundin oder einem Freund geskypet und das hat mir immer geholfen. Einfach zu erzählen, was gerade in mir vorgeht und Ratschläge entgegennehmen.
Bei meiner letzten Heimwehphase vor ein paar Tagen habe ich abends über zwei Stunden mit meiner Familie geskypet, mich bei ihnen ausgeheult, mit ihnen über die Dinge geredet, die das Heimweh ausgelöst haben und sie haben mir Tipps gegeben, und einfach das Reden an sich war unglaublich hilfreich – am nächsten Tag ging es mir viel besser!

Ich glaube, jeder muss für sich selbst herausfinden, wie er am besten mit Heimweh umgeht, aber ich denke, es immer besser ist, darüber zu reden, als es in sich hineinzufressen. Und was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass jedes Heimweh überstanden werden kann, wenn man sich insgesamt wohlfühlt!

xxx Pia

Mein Juli im Rückblick

Der Juli ist bis jetzt der Monat, der am schnellsten rumgegangen ist seit ich hier bin. Das liegt daran, dass wir ziemlich viel unterwegs waren.
Die erste Juliwoche waren wir in der Türkei. Ich war vorher ehrlichgesagt ziemlich skeptisch, weil ich vorher noch nie in einem All-Inclusive-Hotel war und ich dachte, dass wir dann nur in der Hotelanlage bleiben würden. Wir haben aber dann noch zwei Ausflüge gemacht, die beide echt schön waren! Das erste mal haben wir eine Moschee und eine Stadt besichtigt, was wirklich interessant war, weil alles so anders als hier ist, und vor allem fand ich es interessant, mal eine Moschee zu sehen. Dann waren wir noch auf einem riesigen Markt, auf dem es unendlich viel Obst und Gemüse und Klamotten gab und irgendwie hat mich dieser Markt beeindruckt, weil er einfach so riesig war und durch die Farben des Obstes und des Gemüses sah er einfach irgendwie schön aus.
DSC_0362 DSC_0356

Der zweite Ausflug war eine Bootstour auf dem Meer. Das Boot war kein modernes Boot von irgendeinem ausländischen Reiseveranstalter, sondern ein altes Boot mit einer türkischen Crew, was ich ziemllich cool fand, weil man so auch die Leute und ein bisschen ihre Kultur kennengelernt hat. Wir haben dann auch mit ihnen zu türkischer Musik getanzt und hatten einfach total Spaß. Mit dem Boot sind wir zu mehreren Stränden gefahren und konnten dann immer im Meer schwimmen gehen.
Ansonsten waren wir dann wirklich nur im Hotel, aber da wir insgesamt auch nur 6 Tage da waren, fand ich die Mischung ganz gut.
Insgesamt war der Urlaub wirklich schön, wir hatten viel Spaß und haben die Zeit in der Sonne und am Pool genossen.DSC_0424      DSC_0335

Nach der Woche in der Türkei waren wir nur drei Tage zuhause, bis wir dann am 12. Juli ans Meer im Westen von Frankreich gefahren sind. Von dort aus sind wir einmal in eine Art Historikpark und in einen Freizeitpark gefahren. Ansonten waren wir auf dem Campingplatz oder am Meer und auch diese Woche ist total schnell rumgegangen. Natéo ist dann noch eine Woche mit seinen Großeltern dortgeblieben (nächste Woche sind die anderen beiden Kinder mit den Großeltern dort), also hatte ich in der folgenden Woche nur zwei Kinder zu beaufsichtigen.

Und am 29. Juli kam dann meine Schwester zu Besuch! Ich hatte sie in den ganzen drei Monaten noch nicht gesehen, weshalb ich mich riesig auf sie gefreut hatte. Wir waren dann einen Tag in Paris und hatten ein paar wunderschöne Tage, an deren Anschluss wir noch alle zusammen zu mir nach Hause gefahren sind, weil meine Gastfamilie sich gerne meine Heimatstadt anschauen wollte und so habe ich auch meine Eltern und ein paar Freunde wiedergesehen.

Ich hoffe, ihr hattet auch einen schönen Juli!

xxx Pia

Halbzeit

Ich bin jetzt seit genau 3 Monaten in Frankreich, was bedeutet: Halbzeit!
Irgendwie kann ich garnicht wirklich sagen, ob ich finde, dass die Zeit schnell rumgegangen ist oder nicht. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es Phasen gab, in denen ich Heimweh hatte und mir deshalb gewünscht habe, dass die Zeit schneller rumgeht, aber dass es insgesamt auch eine richtig schöne Zeit war, die doch irgendwie wie im Flug vorbeigegangen ist. Wenn ich mir vorstelle, dass ich jetzt nur nochmal genau so lange hier bin, wie ich jetzt schon hier war, dann kommt es mir doch ziemlich wenig vor, die 6 Monate.
Am Anfang, als ich gerade ein paar Tage, beziehungsweise einige Wochen hier war, und es noch schwierig war, mich zurechtzufinden, und ich wirklich starkes Heimweh hatte, da habe ich mir überlegt, ob es nicht vielleicht doch besser gewesen wäre, nur 3 Monate wegzugehen, immerhin sind 3 Monate auch schon eine lange Zeit. Jetzt bin ich froh, dass ich es nicht getan habe. Es fühlt sich einfach noch nicht „fertig“ an. Wenn ich jetzt nach Hause fahren würde, hätte ich das Gefühl, unterbrochen zu werden, in etwas, das einfach noch nicht zu Ende ist. Trotzdem freue ich mich irgendwie auch jetzt schon auf zuhause, was natürlich daran liegt, dass ich meine Familie und meine Freunde unheimlich vermisse, und auch andere Dinge, die ich hier nicht habe.

Mittlerweile würde ich sagen, dass ich mich gut eingelebt habe, die alltäglichen Dinge der Familie sind auch für mich alltäglich geworden.
Ich finde meine Gastfamilie wirklich toll, sie sind so herzlich und liebenswürdig, aber irgendwie ist alles so anders als bei mir, und einige Dinge die anders sind, finde ich auch wirklich schlimm. Dazu gehört zum Beispiel, dass sie sich richtig ungesund ernähren. Klar, ein französisches Frühstück besteht nunmal nur aus süßen Dingen, wie Brioche und Croissants, das ist ja auch okay. Aber die Eltern legen keinen großen Wert auf die Ernährung der Kinder, ihnen ist es nur wichtig, dass sie viel Fleisch essen (obwohl das meiner Meinung nach, und das ist ja eigentlich auch allgemein bekannt, nicht so gut ist), und Gemüse essen die Kinder eigentlich garnicht, bis auf ein paar sehr wenige Ausnahmen. Schokolade und anderes Süßzeug dagegen steht auf dem Speiseplan ganz oben.
Außerdem schauen die Kinder wahnsinnig viel Fernsehen. Sie dürfen sich einfach tagsüber DVDs anmachen, und schauen teilweise drei oder mehr DVDs am Tag. Vielleicht ist das einfach die Generation, aber mich stört es manchmal einfach, dass die Eltern nichts dagegen sagen, wenn ihre Kinder bei gutem Wetter lieber DVDs schauen, als draußen zu spielen.
Ein anderer Punkt ist das Kaufverhalten der Eltern, und das ist wirklich wirklich krass! Es ist eine Seltenheit, dass die Eltern aus der Stadt oder vom Einkaufen zurückkommen, ohne dass sie etwas neues für die Kinder gekauft haben. Ständig bringen sie neues, unsinniges Spielzeug mit, das ein paar Tage später wieder nur in der Ecke liegt, denn natürlich verlieren die Kinder schnell das Interesse daran, bei den Mengen an Spielzeug und wenn immer wieder etwas neues nachkommt. Am schlimmsten ist dabei jedoch Julien (mein Gastvater). Jedes mal, wenn er in die Stadt fährt, was sehr oft vorkommt, bringt er neue Klamotten und/oder neue Blurays für die Kinder mit. Darüber regt sich sogar schon Audrey (meine Gastmutter) auf, weil sie es einfach zu viel findet. Die Kinder denken doch so, dass sie immer alles haben können was sie wollen und sie wachsen damit auf, dass sie ständig mit neuen Dingen überschüttet werden, die sie noch nichtmal haben wollten. Und das spiegelt sich jetzt schon in ihrem Verhalten wieder: Wir waren letzte Woche in einem Freizeitpark (darüber schreibe ich wahrscheinlich noch einen eigenen Beitrag, bzw. über den Urlaub), und anfangs hieß es, dass jedes Kind sich im Laufe der zwei Tage, an denen wir da waren, ein Souvenir aussuchen darf. Am Ende hatte jedes Kind vier Souvenirs (Plüschtiere), weil sie nicht aufgehört haben, nach neuen Dingen zu fragen. Und wenn die Eltern dann so inkonsequent sind und nachgeben, dann ist das Verhalten der Kinder meiner Meinung nach kein Wunder.
Ich finde das einfach schade, denn Kinder sollten lernen, Geschenke zu schätzen und hier ist es eher so, dass es zu Quengeln und Heulen kommt, wenn sie mal etwas nicht bekommen. Ich persönlich kann mich noch an total viele Dinge erinnern, die ich mal irgendwann bekommen habe, einfach, weil es etwas besonderes war und ich glaube nicht, dass die Kinder in 5 oder 10 Jahren noch wissen, wo sie diese Stofftiere bekommen haben.
Das war es jetzt mit Dingen, die mich stören. Wichtig ist jedoch, dass ich mich deshalb nicht weniger wohlfühle! Ich finde es zwar nicht gut, aber es betrifft mich ja nicht direkt (außer die Ernährung).
Auf der anderen Seite gibt es nämlich auch viele positive Dinge, die dazu führen, dass ich mich wohlfühle. Ich bin einfach total froh, dass ich mich so gut mit allen verstehe (nur mit Natéo ist es oft ein bisschen schwierig). Audrey und Julien sind total hilfsbereit und man merkt, dass sie sich auch um mich sorgen und mich integrieren. Außerdem macht mir vor allem Augustin, der Kleinste, jeden Tag aufs Neue eine Riesenfreude. Ich kann garnicht beschreiben warum, aber er ist einfach so unendlich süß und liebenswürdig, es macht total Spaß mit ihm zu spielen, und was mich vor allem glücklich macht, ist, dass er mir zeigt, dass er mich mag. Manchmal kommt er plötzlich einfach zu mir und umarmt mich und gibt mir einen Kuss und dann würde ich ihn am liebsten garnicht mehr loslassen.

Ich bin einfach gerne mit meiner Gastfamilie zusammen, wir haben meistens viel Spaß zusammen und wir unternehmen viel, wodurch ich viel zu sehen bekomme.
Nach drei Monaten kann ich also sagen, dass ich glücklich hier bin und dass ich mich auf die nächsten drei Monate freue!

xxx Pia

Paris

Hallo!

DSC05096Letztes Wochenende habe ich mich mit meinen Eltern in Paris getroffen.
Es war ein wunderschönes Wochenende, vor allem habe ich mich natürlich gefreut, nach zwei Monaten meine Eltern wiederzusehen.
Ich bin Samstag Vormittag mit dem Zug von Chartres nach Versailles-Chantiers gefahren. Dort haben mich meine Eltern abgeholt und wir sind erstmal ins Hotel gefahren, das zwischen Versailles und Paris liegt. Anschließend sind wir mit der Straßenbahn nach Paris gefahren. Wir hatten zwei tolle Tage, haben viel von der Stadt gesehen, viel geredet und viel gelacht. Sonntags haben wir auch noch eine Bootstour auf der Seine gemacht.

Ansonsten ist alles relativ unverändert. Meine ersten Heimwehphasen habe ich überstanden!
Ab und zu wird mir allerdings alles ein bisschen zu viel, weil die Kinder ziemlich anstrengend sind, und wenn ich mit ihnen alleine bin ist es echt schwierig, weil sie kaum auf mich hören und es ewig dauert, bis ich etwas durchsetzen kann. Das Schlimmste ist aber, dass die beiden ältesten (Lou-Ann und Natéo) sich ständig streiten und dabei richtig aggressiv werden. Sie schlagen und treten sich und tun sich eben richtig weh aber ich kann nichts dagegen tun, außer zu sagen dass sie aufhören sollen, was sie aber nicht tun. In solchen Phasen bin ich dann oft ziemlich gestresst, aber meistens geht es mir dann wieder besser, wenn ich abends mit meinen Freunden oder meiner Familie skype.

Nächste Woche geht es übrigens in die Türkei!
Wir machen eine Woche Urlaub in einem All-Inclusive-Hotel (was eigentlich normalerweise nicht so meins ist, aber mit den Kindern ist das bestimmt ganz gut). Ich hoffe, dass ich entspannt und braun gebrannt zurückkomme.

xxx Pia

Hallo!

Ich bin jetzt schon seit 4 Wochen in Frankreich (konnte mich nur länger nicht melden, weil es Probleme mit dem Internet gab) und ich habe mich gut eingelebt. Mit der Familie verstehe ich mich immernoch total gut, sowohl mit den Eltern (Julien und Audrey), als auch mit den Kindern. Die Kinder sind wirklich süß, man kann viel Spaß mit ihnen haben. Das Mädchen (Lou-Ann) ist 7 Jahre alt, die Jungs 5 (Natéo) und 3 (Augustin). Allerdings können sie auch sehr anstrengend sein, sie werden oft schnell aggressiv und das Schlafengehen stellt vor allem beim Kleinsten immer ein Problem dar. Aber es sind eben Kinder, das ist wohl normal. Jedenfalls fühle ich mich insgesamt sehr wohl. Natürlich vermisse ich meine Familie und meine Freunde, sehr sogar, aber wenn ich Zeit für mich habe, skype ich sehr oft mit ihnen.
Ein kurzer Überblick über die letzte Zeit:
Ich war mittlerweile mit dem Bus und auch zu Fuß in der Stadt, der Bus braucht etwa 10 Minuten unDSC_0136d zu Fuß habe ich um die 20 Minuten gebraucht, also wenn gutes Wetter ist, werde ich wohl immer zu Fuß gehen (auch wenn der Preis für den Bus mit 1,10€ im Gegensatz zu den Preisen in Deutschland ein echtes Schnäppchen ist).
In der Stadt (Chartres übrigens) gibt es zwar nicht besonders viele Geschäfte zum Shoppen, aber die Altstadt ist wunderschön (Fotos)! Und die Nähe zu Paris gleicht das Nicht-so-gut-shoppen-gehen-können wieder aus.
Vor zwei Wochen waren wir mit den Großeltern am Meer. Es war zwar kein besonders gutes Wetter, also man konnte nicht im Meer schwimmen gehen, aber es war trotzdem total schön. Wir haben eine Wattwanderung gemacht, waren am Strand spazieren, usw.
Letztes Wochenende waren wir beim Bruder (Florian) von Audrey, weil er Geburtstag hatte. Er hat eine Frau (Cécile) und eine kleine Tochter (Juliette), die 6 Monate alt ist. Ich mag Florian und Cécile total gerne, sie sind einfach so nette Menschen! Cécile war mal Deutschlehrerin, weshalb sie auch Deutsch spricht, was manchmal bei der Verständigung hilft.
Dieses Wochenende war relativ unspektakulär. Heute habe ich ausgeschlafen, gefrühstückt, mit den Kindern gespielt und später war ich noch mit Lou-Ann im Park, während die beiden Jungs Mittagsschlaf gehalten haben. Danach sind die Eltern mit den Jungs ins Kino gefahren und ich bin mit Lou-Ann zuhause geblieben (und der Schwester von Audrey, die im Moment da ist und übrigens auch total nett ist), aber da noch eine Freundin von Lou-Ann kam hatte ich nichts zu tun, also habe ich gelesen und mit meiner Familie geskypet.
Ansonsten ist nichts außergewöhnliches passiert. Unter der Woche mache ich morgens Frühstück für die Kinder, räume dann ihre Zimmer auf, ab und zu staubsauge und bügle ich und nachmittags hole ich die Kinder von der Schule ab, mache ihnen eine Kleinigkeit zu essen und spiele dann mit ihnen. Dienstags gehen Julien und Audrey abends immer ins Kino, dann muss ich die Kinder ins Bett bringen, was wie gesagt nicht ganz so einfach ist.
Und wenn ich tagsüber Zeit habe fahre oder gehe ich in die Stadt, gehe spazieren oder lese, bin am Laptop, usw. Ich hoffe, dass bald auch mal gutes Wetter ist, dann gehe ich wahrscheinlich auch mal laufen, ein bisschen Sport muss ja sein, vor allem bei dem Essen hier! 😀 (Meine Gastfamilie isst sehr, sehr ungesund!)

Morgen ist zum Glück Feiertag, also kann ich wieder ausschlafen!
Bis zum nächsten Mal,

xxx Pia

DSC_0123DSC_0150


Salut!

Hier kommt mein erster Blogeintrag aus Frankreich!
Ich bin zwar schon seit Samstag hier, aber ich kam noch nicht dazu, einen Eintrag zu schreiben weil ich meiner freien Zeit geskypet habe, meine Koffer ausgeräumt habe (was ziemlich lange gedauert hat) oder die Gegend erkundet habe (live und im Internet).
Jedenfalls gefällt es mir sehr gut, die Familie ist total nett, auch wenn die Kinder teilweise ziemlich anstrengend sind, aber sie sind auch süß und die Gegend ist auch sehr schön. Vor allem die nächste Stadt ist einfach ein Traum!
Im Moment versuche ich noch herauszufinden, wie ich am besten in die Stadt komme. Laut der Gastfamilie braucht man zu Fuß 15-20 Minuten, was ja in Ordnung wäre, aber laut Google Maps braucht man schon über eine halbe Stunde. Und den Weg würde ich eh nicht finden. Deshalb habe ich schon nach Bussen geguckt aber ich blicke bei den Busplänen noch nicht ganz durch. Aber das wird alles schon noch!

xxx Pia